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  1. Taal Nederlands Sehr ausführliche Entscheidung des Schweizwerischen Bundesstrafgerichtes vom 1. Dezember 2011. Unter 2.6 bis 2.16 sind die relevanten, zum System gehörenden Verhaltensweisen bzw. Merkmale des Geschäftsmodells des Menschenhan ...

    Sehr ausführliche Entscheidung des Schweizwerischen Bundesstrafgerichtes vom 1. Dezember 2011.Unter 2.6 bis 2.16 sind die relevanten, zum System gehörenden Verhaltensweisen bzw. Merkmale des Geschäftsmodells des Menschenhandels ausführlich beschrieben."Vor dem Hintergrund der oben in E. 3.2 wiedergegebenen Tatbestandselemente ist als relevantes Beweisergebnis von den erwiesenen Elementen des Geschäftsmodells in E. 2.1 bis 2.16 für den Tatbestand des Menschenhandels Folgendes festzuhalten: Der Beschuldigte A1 hat in Brasilien junge Frauen aus zumeist sehr armem oder zumindest wirtschaftlich sehr schwierigem Umfeld für seine Bordelle rekrutieren lassen. Er hat diesen Frauen in der Folge die Reise in die Schweiz ermöglicht, indem er Geld überwies oder überweisen liess, für Pässe, den Kauf von Gepäckstücken und als Vorzeigegeld für die Einreise der Frauen als Touristinnen in die Schweiz; er liess ihnen Flugtickets organisieren und finanzierte die Reise vor. Zwar hat er die Frauen in Brasilien dafür nicht persönlich ausgesucht und engagiert, wiewohl sie häufig nach seinen Vorgaben rekrutiert wurden, sie waren aber ausnahmslos dazu bestimmt, in A1s Studios unter den von ihm diktierten Bedingungen der Prostitution nachzugehen. Dabei war die "Einwilligung" dieser Frauen rechtlich unwirksam: Die Einwilligung in diese Tätigkeit und in die illegale Überführung in die Schweiz zum Zeitpunkt ihrer Zusage, ist auf ihre schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse im Herkunftsland zurückzuführen; aber auch die Einwilligung zum Zeitpunkt ihres Arbeitsbeginns bei A1 war nicht wirksam, weil sie auf freiheitsbeschränkenden Voraussetzungen im Sinne von E. 4.1 oben beruhte. Aufgrund der vorfinanzierten Reise und des auferlegten Schuldenabbausystems konnte A1 davon ausgehen, dass die Frauen die erwartete Tätigkeit auch ausüben würden, wenn sie dann einmal in der Schweiz angekommen waren. Indem A1 in einer Vielzahl von Fällen gleich gehandelt hat, hat er auch das mit dem Begriff des "Handel Treibens" verbundene Erfordernis der wiederholten Begehung erfüllt (vgl. Trechsel, Kurzkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 2. Auflage 1997, Art. 196 StGB N. 2). Schliesslich hat er mit diesem Handel, soweit man darin überhaupt ein Tatbestandserfordernis erblicken wollte, direkt wesentliche Geldsummen verdient und damit "gewerbsmässig" gehandelt: Gemäss seinem eigenen Konzept waren die überhöhten Schulden der Frauen, die diese zunächst mit den eigentlich ihnen zustehenden Einnahmen aus der Prostitution zurückzahlen mussten, im Zusammenhang mit der Reise entstanden, während die ihm zustehenden 50% der Einnahmen seinen Anteil am Prostitutionsgeschäft ausmachten. Die Frauen zahlten ihm im Ergebnis also nicht nur seine Auslagen für den Menschenhandel zurück, sondern darüber hinaus noch ein Honorar dafür. A1 hat mithin objektiv tatbestandsmässig gehandelt. Dass er auch in dieser Hinsicht mit Wissen und Willen, demnach vorsätzlich gehandelt hat, steht ausser Frage (vgl. auch oben E. 4.1.1). A1 hat sich mithin des Menschenhandels im Sinne von Art. 196 aStGB schuldig gemacht."Auch der Straftatbestand der Förderung der Prostitution wird ausführlich behandelt.

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  2. Taal Nederlands 1 Terres des Femmes Weibliche Genitalverstümmeling im Mittleren Osten und Asien: Die deutsche Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hat die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung im Mittleren Osten und ...

    Weibliche Genitalverstümmeling im Mittleren Osten und Asien:Die deutsche Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hat die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung im Mittleren Osten und Asien zusammen getragen und bekräftigt dass die weibliche Genitalverstümmelung kein afrikanisches Problem ist.Im Nahen Osten und in Südostasien wird die Genitalverstümmelung auch praktiziert.Die Karte trägt bei zum besseren Verständis von der Entstehungsgeschichte bis zum Verständnis des Abschaffungsengagements.Beim Klick auf die „Pins" öffnet sich je informativer Beitrag mit landesspezifischen Informationen. http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/allgemeine-informationen/fgm-in-asien

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  3. Taal Nederlands 1 Terre des Femmes Weibliche Genitalverstümmeling in Afrika Die deutsche Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hat die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika zusammen getragen. Die Karte träg ...

    Weibliche Genitalverstümmeling in AfrikaDie deutsche Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hat die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika zusammen getragen. Die Karte trägt bei zum besseren Verständis von der Entstehungsgeschichte bis zum Verständnis des Abschaffungsengagements.Beim Klick auf die „Pins" öffnet sich je informativer Beitrag mit landesspezifischen Informationen. http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/allgemeine-informationen/fgm-in-afrika

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  4. Taal Nederlands Bundeskriminalamt BKA Die Entwicklung illegaler Migration sowie insbesondere der Schleusungskriminalität in Deutschland hängt maßgeblich von der Wirtschafts- und Sicherheitslage in den Herkunftsstaaten ab (Push-Faktoren). Än ...

    Die Entwicklung illegaler Migration sowie insbesondere der Schleusungskriminalität in Deutschland hängt maßgeblich von der Wirtschafts- und Sicherheitslage in den Herkunftsstaaten ab (Push-Faktoren). Änderungen der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in den Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten haben eine entsprechende Entwicklung der Migrationsbewegung zur Folge.Lagebilder SchleusungskriminalitätAus Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik und dem kriminalpolizeilichen Nachrichtenaustausch werden die Bundeslagebilder Schleusungskriminalität erstellt. Sie enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Schleusungskriminalität.Seit Sommer 2015 findet eine massenhafte Migrationsbewegung aus dem Nahen Osten und Afrika nach Mittel- und Nordeuropa statt. Die Migranten nehmen dabei auf unterschiedlichen Routen lange und teilweise sehr gefährliche Wege auf sich oder bedienen sich zur Erreichung des Ziellandes der Unterstützung von Schleusern.Schleusung ist für Deutschland in § 96 „Einschleusen von Ausländern“ und § 97 „Einschleusen mit Todesfolge; gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen“ des Aufenthaltsgesetzes normiert. Darunter ist das Herbeiführen der unerlaubten Einreise einer Person in einen Vertragsstaat, dessen Staatsangehöriger diese nicht ist oder in dem sie keinen ständigen Aufenthalt hat, mit dem Ziel, sich unmittelbar oder mittelbar einen finanziellen oder sonstigen materiellen Vorteil zu verschaffen, zu verstehen. Nicht jeder Migrant, der irregulär nach Deutschland gelangt, ist somit auch gleichzeitig geschleust worden. Schleuserangebote werden regelmäßig auf Migrationsetappen genutzt, die nur schwer für einzelne Personen zu überwinden sind. Hierzu gehört zum Beispiel die Reise über das Mittelmeer.Da es sich bei der Schleusungskriminalität um ein komplexes, international verflochtenes und sehr dynamisches Kriminalitätsphänomen handelt, ist ein behördenübergreifender, internationaler Ansatz bei der Bekämpfung unabdingbar. In Deutschland gibt es verschiedene operative und strategische Kooperationsformen, in die sich das BKA einbringt, um der Schleusungskriminalität erfolgreich zu begegnen. Darüber hinaus ist das BKA insbesondere aufgrund seiner Zentralstellenfunktion Teil/Partner der internationalen Zusammenarbeit. Es arbeitet sowohl aktiv mit Europol und Interpol als auch darüber hinaus direkt mit wichtigen Transit- und Herkunftsstaaten zusammen.Illegale Migration kann langfristig nur durch politische und wirtschaftliche Maßnahmen in den Herkunfts- und Transitstaaten reduziert werden, grenzpolizeiliche Maßnahmen alleine reichen dafür nicht aus.  

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  5. Taal Nederlands Bundeskriminalamt BKA In den Abendstunden des 28.04.2016 hat zum dritten Mal seit 2012 eine europaweite Kontrollaktion zur Bekämpfung des westafrikanischen Menschenhandels stattgefunden. In Zusammenarbeit mit EUROPOL, durch ...

    In den Abendstunden des 28.04.2016 hat zum dritten Mal seit 2012 eine europaweite Kontrollaktion zur Bekämpfung des westafrikanischen Menschenhandels stattgefunden. In Zusammenarbeit mit EUROPOL, durch das Bundeskriminalamt (BKA) initiiert, wurden Prostitutionsstätten sowie die Einreisen potentieller Opfer von Menschenhandel an internationalen Flughäfen in insgesamt 17 europäischen Staaten kontrolliert.Die Kontrollaktion wurde im Rahmen eines internationalen Projektes zur Bekämpfung des nigerianischen Menschenhandels durchgeführt. Die Erkenntnisse hieraus belegen, dass in Europa im Bereich Menschenhandel die meisten Nicht-EU-Opfer aus Nigeria stammen. Die bisherigen Ermittlungen lassen ein internationales Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern erkennen. Nach der Anwerbung im Heimatland werden die Opfer nach Europa eingeschleust, mit Personaldokumenten versorgt und an Prostitutionsbetriebe vermittelt. Die Täter machen sich dabei auch den Glauben an Voodoo als Druckmittel bei den Opfern zunutze. Durch gezielte Einschüchterung wird deren Widerstand gebrochen – die Bereitschaft der Opfer, vor Gericht gegen ihre Peiniger auszusagen, ist in vielen Fällen gering. 

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  6. Taal Nederlands Bundesregierung Deutschland Das Bundeskabinett hat am 06.04.2016 einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel beschlossen. In den Medien wird vielfach nur über einen Teilaspekt, nämlich die Bestra ...

    Das Bundeskabinett hat am 06.04.2016 einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel beschlossen.In den Medien wird vielfach nur über einen Teilaspekt, nämlich die Bestrafung der Freier von sogenannten „Zwangsprostituierten“ berichtet.  Es handelt sich hierbei jedoch um ein sehr viel umfangreicheres Gesetzesvorhaben, dessen Ziel die Bekämpfung von Menschenhandel ist. Der Entwurf sieht u.a. vor, den Straftatbestand „Menschenhandel“ an die internationalen Vorgaben anzupassen und führt eine Vorschrift zur Ausbeutung der Arbeitskraft ein. Außerdem werden weitere Formen von Menschenhandel, wie erzwungene Betteltätigkeit und Zwang zur Begehung von Straftaten unter Strafe gestellt. Damit sollen, wenn auch aus Sicht des KOK nicht weitgehend genug, einige langjährige Forderungen sowie Verpflichtungen aus internationalen Verträgen, allen voran der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel, umgesetzt werden.

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  7. Taal Nederlands Das Obergericht verurteilt de Angeklagten zu einer Gefaengnisstrafe von in total 14 Jahren, aufgrund von mehreren schweren Delikten. Ausgangspunkt war das schwerste Delikt, nämlich die qualifizierte Vergewaltigung im Sinne v ...

    Das Obergericht verurteilt de Angeklagten zu einer Gefaengnisstrafe von in total 14 Jahren, aufgrund von mehreren schweren Delikten. Ausgangspunkt war das schwerste Delikt, nämlich die qualifizierte Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 und 3 StGB zum Nachteil der Geschädigten, für welche ein Strafrahmen von mindestens 3 Jahren bis zu 10 Jahren vorgegeben war. Die Kammer erachtete für das erwähnte Delikt eine hypothetische Einsatzstrafe von 4 ½ bis 5 Jahren für angemessen.Beim qualifizierten Menschenhandel im Sinne von Art. 182 Abs. 1 und 2 StGB erwog die Kammer, dass objektiv insgesamt sechs Frauen Opfer der deliktischen Tätigkeit des Angeklagten geworden seien, teilweise auch mehrfach. Teilweise hätten lediglich Versuche vorgelegen.Der Angeklagte habe sich keine übermässige physische oder psychische Gewalt zu Schulden kommen lassen. Allerdings habe er jede sich bietende Gelegenheit wahrgenommen, um für "Nachschub" zu sorgen. Subjektiv sei zu berücksichtigen, dass der Angeklagte skrupellos, nur auf den eigenen Vorteil bedacht, gehandelt habe.Für sich allein betrachtet erachtete die Kammer für den qualifizierten Menschenhandel zum Nachteil von sechs Opfer eine Freiheitsstrafe von rund 4 ½ bis 5 Jahren als angemessen. Gemäss Art. 182 Abs. 3 StGB war dazu zwingend eine Geldstrafe auszufällen, welche auf 90 Tagessätze festgelegt wurde.Weiter wurde der Angeklagte verurteilt wegens eines untauglichen Versuchs eines strafbaren Schwangerschaftsabbruchs, mehrfachen sexuellen Noetigung, mehrfacher Foerderung zur Prostitution, Koerperverleztung und mehr.Wer als Anbieter, Vermittler oder Abnehmer mit einem Menschen Handel treibt zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Ausbeutung seiner Arbeitskraft oder zwecks Entnahme eines Körperorgans, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft.Das Anwerben eines Menschen zu diesen Zwecken ist dem Handel gleichgestellt (Art. 182 Abs. 1 StGB). Menschenhandel liegt dann vor, wenn über Menschen wie über Objekte verfügt wird; der Kern liegt in der Behandlung von Menschen als Ware. Mit Menschen handeln heisst insbesondere, Personen anbieten, beschaffen, vermitteln, verkaufen und übernehmen, aber auch Befördern, Transportieren oder Liefern.Handel treibt auch, wer ein solches Geschäft nur einmal tätigt oder zu tätigen beabsichtigt. Ausbeutung setzt die Verletzung des sexuellen Selbstbestimmungsrechts voraus.Nur ein Handeln gegen den Willen einer wahrheitsgetreu informierten urteilsfähigen Person kann als Angriff auf ein Rechtsgut realisiert werden. Das faktische Einverständnis allein ist nicht massgebend, es ist zu prüfen, ob die Willensäusserung dem freien Willen entsprach (Trechsel et al. Praxiskommentar, N 1 ff. zu Art. 182; BSK StGB II-Delnon/Rüdy, 2. Aufl. 2007, N 5 ff. Zu Art. 182). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt ein Schuldspruch wegen Menschenhandels voraus, dass die betroffene Person in ihrem sexuellen Selbstbestimmungsrecht verletzt wurde.Die in Kenntnis der konkreten Sachlage erfolgte und ihrem tatsächlichen Willen entsprechende Zustimmung der betroffenen Person schliesst den Tatbestand aus. Ob diese im Einzelfall selbstbestimmt gehandelt hat, ist an Hand der konkreten Umstände zu beurteilen. Das faktische „Einverständnis“ allein ist nicht massgebend, weil die Tathandlung auch nur formal mit dem Willen der Betroffenen erfolgt sein kann. Vielmehr ist zu prüfen, ob die Willensäusserung dem tatsächlichen Willen entsprach. Nach der Rechtsprechung ist der Tatbestand des Menschenhandels in der Regel erfüllt, wenn junge, aus dem Ausland kommende Frauen unter Ausnützung einer Situation der Verletzlichkeit zur Ausübung der Prostitution in der Schweiz engagiert werden. Diese besondere Situation kann in schwierigen wirtschaftlichen oder sozialen Umständen oder in einschränkenden persönlichen und/oder finanziellen Abhängigkeiten bestehen. Eine „Einwilligung“ in die Tätigkeit als Prostituierte und in die (illegale) Überführung in die Schweiz ist nicht wirksam, wenn sie auf derartige Umstände der Betroffenen im Herkunftsland zurückzuführen ist. Bei dieser Sachlage verfügt die betroffene Person nicht über die erforderliche Entscheidungsfreiheit (BGE 6B_1006/2010 vom 26. März 2010, E. 4.2.1, mit Hinweisen).Geschütztes Rechtsgut ist sowohl beim Tatbestand des Menschenhandels als auch bei jenem der Förderung der Prostitution das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der sich prostituierenden Person resp. die Verfügungs- und Bestimmungsfreiheit über den eigenen Körper .Beim Menschenhandel nach Art. 182 Abs. 1 StGB handelt es sich um ein Tätigkeitsdelikt – ein über das Handeltreiben hinausgehender „Erfolg“ ist nicht vorausgesetzt. Die strafbare Tätigkeit endet somit, wenn der Handel beendet ist. Erfüllen die nach Beendigung des Menschenhandels vorgenommenen Handlungen eines Täters einen Tatbestand der Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 StGB, so ist liquid, dass (echte) Realkonkurrenz vorliegt.

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  8. Language Dutch 1 read Bericht des EJPD im Auftrag des Bundesrates betreffend Prostitution und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung: Für die Regelung der Prostitution sind in der Schweiz primär die Kantone zuständig. Sie erlassen beispielsweis ...

    Bericht des EJPD im Auftrag des Bundesrates betreffend Prostitution und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung:Für die Regelung der Prostitution sind in der Schweiz primär die Kantone zuständig. Sie erlassen beispielsweise die Vorschriften zur Bekämpfung der Gewalt oder zur Verbesserung der Hygiene und verantworten die Verbesserung der rechtlichen Stellung von Prostituierten. Die Grenze der kantonalen Regelungskompetenz liegt beim Rahmen, der durch das Bundesrecht gesetzt wird. Dementsprechend müssen die kantonalen Vorschriften im Einklang mit der Bundesverfassung verhältnismässig sein und dürfen die Prostitution nicht in ungeeigneter Form oder über das Erforderliche hinaus erschweren. Derzeit regelt der Bundesgesetzgeber gestützt auf seine Zuständigkeit für die Strafgesetzgebung in Bezug auf die Prostitution lediglich die Busse als Sanktion gegen den Verstoss einer kantonalen oder kommunalen Bestimmung schweizweit.Die vorliegend zusammengetragenen Informationen lassen den Schluss zu, dass der Schutz der sich prostituierenden Personen vor physischer und psychischer Gewalt für den Staat im Zentrum stehen muss. Einfache Lösungen gibt es eben so wenig wie zwingende Schlüsse. Der Blick ins Ausland ist zwar nützlich für einzelne Ideen, aber jedes Land benötigt einen am jeweiligen Menschenbild und Gesellschaftsideal angepassten Lösungsansatz im Umgang mit Prostitution und ihren negativen Begleiterscheinungen. Gestützt auf dieses Fazit zeigt der Bundesrat am Ende des Berichts mögliche Ziele und Massnahmen für die beiden Phänomene Prostitution und Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung in der Schweiz auf.Das Aufdecken von Menschenhandelsfällen setzt langfristige Strukturermittlungen von spezialisierten Polizeieinheiten voraus. Solche Strukturermittlungen, welche (Zuhälter-)Netzwerke aufdecken können, fehlen heute weitgehend. Der Ermittlungsaufwand sowie die notorisch angespannte Ressourcensituation in den kantonalen Polizeikorps erschweren die Aufklärung die-ser Delikte. Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung wird heute in der Schweiz in der Regel nur in denjenigen und seltenen Situationen aufgedeckt, wo ein Opfer aus eigenem Antrieb Hilfe sucht.Das EJPD untersucht im Vergleich mit verschiedenen Landern, unter welchen USA, Schweden und den Niederlanden, welche Regelung der Prostitution die Anzahl Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung reduzieren könnte. Dieser Ansatz basiert auf der Annahme, dass strengere Rege-lungen in Zusammenhang mit der Prostitution zu einer Abnahme des Menschenhandels zwecks sexueller Ausbeutung führen. Als Ziel gilt es, die rechtliche und gesellschaftliche Stellung von Prostituierten zu verbessern. Dieser Lösungsansatz geht davon aus, dass Prostituierte heute ihre Rechte zu wenig wahrnehmen können und deshalb in Bezug auf Gewalt, Ausbeutung, Gesundheitsschutz und allgemein ihre Rechte verwundbar sind. 

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  9. Taal Nederlands Bundesgerichtshof BGH, Urteil vom 16.7.2014 Stichpunkte Bemerkenswerte Entscheidung im Strafverfahren um Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung; weite Auslegung des Begriffs `Zwangslage´ im Menschenhandelstatbestand; Zwangs ...

    BGH, Urteil vom 16.7.2014StichpunkteBemerkenswerte Entscheidung im Strafverfahren um Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung; weite Auslegung des Begriffs `Zwangslage´ im Menschenhandelstatbestand; Zwangslage liegt vor, wenn im Heimatland des Opfers schlechte soziale Verhältnisse herrschen, so dass es nicht in der Lage ist, sich Angriffen auf die sexuelle Selbstbestimmung zu widersetzen; weitere erschwerende Umstände müssen nicht hinzutretenZusammenfassungDer Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt die Verurteilung der Angeklagten wegen Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Der Senat stellt fest, dass das  Tatbestandsmerkmal der `Zwangslage´ schon bei der Anwerbung der Nebenklägerinnen in ihrem Heimatland Nigeria erfüllt gewesen ist. Aufgrund der dort herrschenden schlechten sozialen Verhältnisse seien diese nicht in der Lage gewesen, sich gegen Angriffe auf ihre sexuelle Selbstbestimmung zu wehren. Damit stellt der BGH erstmals fest, dass prekäre wirtschaftliche Verhältnisse im Heimatland ausreichen und keine weiteren Umstände hinzutreten müssen. Es könne daher offen bleiben, ob die Frauen schon vor ihrer Einschleusung, von der Angeklagten beeinflusst, geplant hatten, in Deutschland der Prostitution nachzugehen oder dies erst dort entschieden, unter dem Druck des Voodoo-Eides und um die Einreisekosten abzuarbeiten.

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  10. Language Dutch 1 read Court Herausragende Entscheidung im Strafverfahren wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung; 42.200,- Euro Entschädigung im Adhäsionsverfahren; ungewöhnlich umfangreiche Ausführungen im Rahmen der Beweiswürdigung insb ...

    Herausragende Entscheidung im Strafverfahren wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung; 42.200,- Euro Entschädigung im Adhäsionsverfahren; ungewöhnlich umfangreiche Ausführungen im Rahmen der Beweiswürdigung insbesondere zur Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin; Ausführungen zu den Voraussetzungen der ausbeuterischen Zuhälterei; ausführliche Begründung der Adhäsionsentscheidung unter Verweis auf weitere Rechtsprechung zur Schmerzensgeldbemessung in ähnlichen Fällen

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